Blogparade: Warum schreibe ich?

Mein Beitrag zur ‘Blogparade 2022 #schreibwarum’ von Meike Blatzheim (https://textgefaehrtin.de/warum-schreibst-du-romane/). Eine sehr tolle Aktion. Ich freue mich, dass ich darüber gestolpert bin und bin neugierig darauf, weitere Artikel über Gründe fürs Schreiben zu lesen.

Ich fasse Schreiben weit und zähle neben Romanen, Kürzestgeschichten und allem dazwischen auch schriftliches Rollenspiel mit dazu, weil das auch ein großer Teil meines Schreibens ist und sich gemeinsames und alleiniges Tippen stellenweise gegenseitig beeinflussen und bedingen. Wenn ich vom Veröffentlichen spreche, meint das für sich selbst stehende Geschichten.

„Weil etwas in mir ist, das mich dazu drängt.“

So ähnlich habe ich diese Frage schon vor etlichen Jahren beantwortet und an der Aussage hat sich nichts geändert. Ich verfolge kein „höheres Ziel“ wie unbedingtes Verlegen oder bewusste Aufklärungsarbeit (wobei ich mich aber freue, wenn sich trotzdem etwas aus meinen Geschichten mitnehmen lässt). Manches veröffentliche ich im Internet und bin dann auch dankbar für Anmerkungen und Kritik, weil mich natürlich interessiert, wie meine Texte auf andere wirken.

Aber auch wenn sämtliche Interaktion mit Lesenden wegfiele, würde ich noch immer schreiben. Vielleicht nicht ständig, aber zumindest immer wieder. Es gibt ohnehin Geschichten und ganze Universen, die ich (je nach Projekt inzwischen, bzw. auf jeden Fall momentan) nur für mich tippe, einfach weil es Freude macht, ich so Manches ausprobieren kann und gewisse Dinge so auch besser verarbeite.

Ich mag es, in gewissen Maßen produktiv und kreativ zu sein. Schreiben ist für mich das Feld, das dieses Bedürfnis am besten erfüllt. Wenn ich mich dransetze, habe ich schnell ein Ergebnis, an dem ich meist auch noch länger Freude habe, denn ich mag es auch sehr, meine Sachen später noch mal zu lesen (und mich hin und wieder dabei dann auch zu fragen, was da nur los mit mir gewesen ist ^^). Selbst wenn ich Sachen heute anders aufarbeiten würde, erinnere ich mich an viele der Schreibphasen und fühle wieder den Spaß, den ich damals hatte. Was mich darin bestätigt, dass dieses Konzept das passende für mich ist.

Manchmal möchte man aber ja doch auch gewisse Herausforderungen – die hole ich mir gerne in den NaNoWriMo-Events. Während ich normalerweise zwar Wörter zähle, mir aber keinen Druck mache, habe ich im April, Juli und vor allem im November Ziele, die ich dann auch erreichen möchte. Das klappt gut und ich genieße die Eventstimmung in diesen Wochen immer sehr.

Obwohl ich Schreiben so liebe, könnte ich mir nicht vorstellen, es zum Beruf zu machen, weil ich fürchte, dass ich mir das, was es bringt, nämlich Ausgleich und Hobbyfreuden, damit versauen würde. Ständiger Druck, Deadlines, Erwartungen (und auch der (finanzielle) Aufwand, wenn man den Weg zuende denkt) passen nicht so richtig zu meinem Ansatz, dann und vor allem so zu schreiben, wie ich es gerade brauche. Schreibblockaden z.B. sitze ich aus, bis die Muse freiwillig wiederkommt. Oder ich hatte ursprünglich ein bestimmtes Projekt zum Fertigmachen im Sinn, tippe dann aber an etwas ganz anderem, weil ich da plötzlich mehr Lust darauf habe.

Ich schließe nicht aus, irgendwann doch mal mehr als rein online zu veröffentlichen (denn ja, vor was-wäre-wenn-Gedanken bin ich natürlich auch nicht gefeit), aber das ist nichts, was drängt. Entweder ergibt es sich durch gewisse Umstände, die es für mich umsetzbar machen würden, oder eben nicht.

Schreiben ist also in erster Linie tatsächlich Selbstzweck und das seit bereits über 20 Jahren. Und davor waren auch schon immer irgendwelche Geschichten in meinem Kopf. Ich glaube nicht, dass sich das in den nächsten Jahrzehnten ändern wird. Und wenn ich eins gelernt habe: Selbst wenn es mal hängt, kehrt die Muse irgendwann doch immer wieder zu einem zurück.

Schön, dass ihr reingeschaut habt. 🙂

Mehr dazu, wie ich überhaupt zum Schreiben gekommen bin, in welchen Genres ich mich bewege und dergleichen, habe ich in einem anderen Beitrag (https://meerestraeumerinnen.de/2021/05/13/schreibblockaden/) bereits beleuchtet. Noch mal alles zu wiederholen hätte für mich ein bisschen zu weit weg von der Ausgangsfrage geführt. Wer neugierig geworden ist, ist natürlich herzlich eingeladen, sich weiter umzuschauen.

Ich wünsche uns allen noch ganz viel Spaß beim Geschichten ausdenken, schreiben und daran werkeln!

Liebe, kreative Grüße an alle Autor*innen da draußen!

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